Umfrage zu Predictive Maintenance

Wir befragten 47 Personen aus verschiedensten Firmen und Forschungseinrichtungen zu ihrer Einstellung bezüglich Predictive Maintenance. Eine genaue Auswertung wird in eine kommende Publikation einfließen. Hier, in unserem Blog, nun ein paar erste Eindrücke unserer Befragung.

„Are you or your company/place of work currently making
use of Predictive Maintenance? / Are you or your company/place of work planning on
increasing your usage of Predictive Maintenance?“

 

Please choose from the following selections on the topic
of Predictive Maintenance
(1) Interest on the topic Predictive Maintenance
(2) Understanding of the topic Predictive Maintenance“

 

„How do people in your workplace gain information
about the topic Predictive Maintenance?“

 

Weitere Ergebnisse folgen…

 

Impressionen der Hannover Messe 2017

In Hannover trafen sich vom 23.-27.04.2017 Ausstellende und Besucher zur Hannover Messe 2017 unter dem Leitthema Integrated Industry. Besonders in den Leitmessen Digital Factory und Industrial Automation präsentierten Aussteller ihre Konzepte für die Zukunft der Produktion. Besonders prägnant vertreten war in diesem Jahr der Teilbereich Predictive Maintenance, der eine eigene Sonderausstellung erhielt. Leider mussten wir feststellen, dass die Vorstellungen von Predictive Maintenance teilweise sehr weit auseinanderklaffen und oftmals eine überwachte Produktion mit einem Dashboard und Schwellwerten als vorausschauende Wartung akzeptiert wird. Als Installationen für Predictive Maintenance wurde des Öfteren ein Fließband ausgestellt und anhand des Stromverbrauches Änderungen des Zustandes diagnostiziert. Teilweise konnten diese Live- Demonstrationen eine sofortige Einordnung des aktuellen Durchlaufs in historische, geclusterten Daten den Maschinenzustand vornehmen.

Fortgeschrittene Algorithmen zur Vorhersage fand man eher im Bereich Research and Technology. Hier präsentierten beispielsweise Forscher der Universität Kassel ihre Ansätze zur Leistungsprognose für erneuerbare Energien auf Basis von Wetterdaten, die verschiedene mathematische Modelle miteinander kombiniert [1]. (siehe Grafik)

Ein weiteres, stark vertretendes Thema war der Einsatz von Augmented-, Virtual- und Mixed Reality. In den Ansätzen der Virtual Reality wird der Benutzer visuell komplett in den digitalen Raum versetzt. So ist beispielsweise eine Komplettbegehung eines Fabrikmodells mit einer Datenbrille möglich. Im Ansatz der Augmented Reality werden digitale Zusatzinformationen in die reale Welt eingeblendet. So könnte in einem Anwendungsfall an einem Maschinenbauteil Informationen zur Wartung eingeblendet werden. Diese Anzeige kann neben Datenbrillen auch über eingeblendete Informationen in einer Smartphonekamera umgesetzt werden. Im Bereich der Mixed Reality, die momentan z.B. durch die Hololens ermöglicht wird, werden digitale Modelle in den realen Raum projiziert um eine Interaktion zu ermöglichen. Die Möglichkeiten des Arbeitens mit Diagrammen sind dennoch noch beschränkt, denn oftmals sind die Datenbrillen noch zu störend um produktiv eingesetzt zu werden, oder das Blickfeld ist zu stark eingeschränkt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Konzepte der Industrie 4.0 sich verbreiten, aber flächendeckend noch sehr sporadisch umgesetzt werden.

[1] A. Gensler and B. Sick, „Forecasting wind power – an ensemble technique with gradual coopetitive weighting based on weather situation,“ 2016 International Joint Conference on Neural Networks (IJCNN), Vancouver, BC, 2016, pp. 4976-4984. doi: 10.1109/IJCNN.2016.7727855

Beitrag in productivITy 1/2017

Hauptkomponentenanalyse zur Dimensionsreduktion auf Sensordaten

In der Ausgabe zum 20. März 2017 erscheint, mit dem Start der CeBIT 2017, das Fachmagazin ProductivITy zum Thema Fabriksoftware. Unser Beitrag, der in Kooperation mit der EOS GmbH und der Universität Ulm entstand, widmet sich dem modularen Aufbau eines Predictive Maintenance Systems und erklärt dessen Komponenten.

Den Beitrag können sie hier nachlesen.

Frankfurter Entwicklertag 2017

Wir waren im Zuge unserer Kooperation mit der Universität Ulm als Dozent und Gast auf dem Frankfurter Entwicklertag 2017 (https://entwicklertag.de/frankfurt/2017/) unterwegs. Unter dem Titel „Der Funke springt über – Apache Spark in einem Raspberry Cluster“ zeigten wir in einer Mischung aus klassischem Vortrag und Live-Coding wie die verteilte Datenanalyse mit Apache Spark funktioniert. Als Anschauungsobjekt diente ein Cluster aus zehn Raspberry Pi 3 Minicomputern. Im Vortrag demonstrierten wir, dass sich bestimmte Algorithmen besser in einem Cluster verteilen lassen als andere. Auf einem original Amazondatensatz berechneten wir mit Hilfe der Frequent Pattern Methode weitere Elemente, die den Käufer ebenfalls interessieren könnten. Diese Methode lässt sich auf aufgrund ihrer leicht separierbaren Baumstruktur wunderbar übe die Clusterknoten verteilen. Weniger effizient verhielt sich die Clusterung mit über die K-Means Methode, welche eine stärkere Verbindung der Teilelemente beinhaltet und somit die Verteilung auf die einzelnen Rechner erschwert.

In weiteren Vorträgen lernten wir u.a. über den Stand von Machine Learning auf Mobilen Geräten, die Entwicklung von Test-Driven-Development und Agile UX Ansätze.

Wir danken dem Team des Frankfurter Entwicklertages für die Einladung und den gelungenen Wissensaustausch.

Instandhaltung der Zukunft – Maintain 2016

Softwaregestützte Wartungen beinhaltet viele Aspekte

Wir wollen mit den neuesten Entwicklungen gehen. Das betrifft natürlich nicht nur unsere Softwareentwicklung, sondern auch der Umgang mit den uns anvertrauten Anlagen. Die Maintain 2016, war hierfür die richtige Anlaufstelle. Insgesamt präsentierten 150 Aussteller Lösungen und Ansätze zur Wartung, Inspektion und Instandsetzung von Maschinen. Knapp 87 Prozent der Besucher gaben an, direkten Einfluss auf Entscheidungen zu besitzen. Dies zeugt von der Praxisnähe dieser Messe, jedoch wurde auch der theoretische Teil nicht vernachlässigt. Ein begleitendes Konferenzprogramm des Forum Vision Instandhaltung (FVI) und des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) brachte Praxis und Forschung in einen gezielten Dialog.

Hier eine Auswahl an Thesen aus den Vorträgen in eigenen Worten zusammengefasst:

„Wartungserfolge müssen messbarer gemacht werden, damit die Investitionen in erweiterte Wartungsmethoden für das Management nachvollziehbar sind.“

„Die Methoden, die für Machine Learning und das Internet der Dinge verwendet werden, sind im Großen und Ganzen keine Neuerung, sondern basieren auf teilweise jahrhundertealten Beweisen der Mathematik. Ihre Kombination zu Neuem macht den Reiz aus.“

„Das Wachstum an PCs in der Welt wird sich nach momentanen Prognosen bis 2020 verdoppeln. Das Wachstum intelligenter Maschinen, jedoch mehr als verzehnfachen.“

„Die technischen Rahmenbedingungen für das Internet der Dinge sind gegeben. Jetzt gilt es visionär zu gestalten“

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung und freuen uns auf die Maintain 2017.